Warum ist Bauchfett besonders gefährlich?

Wer sich auch nur ein wenig für Themen wie Diät, gesund Ernährung und Fitness interessiert, für den wird es schwerlich überraschend kommen, dass vor allem dann, wenn das sogenannte Bauchfett überhand nimmt (so berichtete z. B. auch die Apotheken Umschau). Doch warum ist dieses Bauchfett eigentlich gefährlicher als Fettpolster beispielsweise an Po oder Hüften?

Tatsächlich wird das Bauchfett nicht nur aufgrund der Stelle, an der es sich am Körper anlagert, unter einer eigenen Rubrik bezeichnet, sondern deshalb weil es sich tatsächlich um eine andere Art der Fett-Einlagerung handelt. Im Gegensatz zu dem Unterhautfettgewebe, das für die kosmetisch zwar problematischen, aber gesundheitlich weniger bedenklichen Polster an Schenkel, Po und Hüften verantwortlich ist, bleibt das Bauchfett nämlich nicht unter der Haut, es hüllt innere Organe wie die Bauchspeicheldrüse oder die Leber ein und beeinflusst diese auf ungünstige Weise. Denn nicht nur der Mensch muss unangenehme Nebenwirkungen fürchten wenn er über einen längeren Zeitraum mehr Energie aufnimmt als er verbraucht. Seinen Organen geht es nicht anders. Folge kann z. B. eine erhöhte Insulinresistenz sein, die die Entstehung von Diabetes mellitus begünstigt oder ein Anstieg des Cholesterinwertes, der Arteriosklerose und Herzinfarkt nach sich ziehen kann.

Und wie werde ich mein Bauchfett wieder los?

Die schlechte Nachricht: gezielt am Bauch abzunehmen, ist fast unmöglich (auch wenn Fitnessübungen wie Sit-Ups natürlich keinesfalls schaden können). Die gute Nachricht: Der Körper lagert mit der Nahrung aufgenommene überschüssige Energie als Fett ein, weil er (evolutionär durchaus sinnvoll) für schlechte Zeiten vorsorgen will – d. h. sobald er mehr Energie verbraucht, greift er meist zunächst einmal auf das (wie bereits beschrieben) stoffwechselaktive Bauchfett zurück. Am meisten Aussicht auf Erfolg hat ein Diät Programm, wenn es nicht nur aus einer Hungerkur besteht (die nur meist nur kurzfristige Erfolge zeitigt), sondern aus einer langfristigen Ernährungsumstellung – d. h. weniger häufig den Pizzaservice nutzen und stattdessen mehr Gemüse, Obst, Salat u. ä. gesunde Speisen – und regelmäßiger körperlicher Betätigung – z. B. einfach mal mit dem Fahrrad zur Arbeit, Treppen nehmen, anstatt des Aufzugs, zwei bis dreimal die Woche Joggen etc. Neben den Ausdauersportarten kann auch ein bisschen Krafttraining für den Muskelaufbau nicht schaden, denn Muskeln verbrennen Fett und mit mehr Muskeln wird mehr Fett schneller abgebaut.

Übrigens: Übertreiben Sie es zu Anfang nicht, denn wer sich zu ambitionierte Ziele setzt, der frustriert sich nur selbst und sorgt möglicherweise gerade dadurch für ein Scheitern der Ernährungsumstellung! Besser ist es regelmäßig etwas zu tun, als sich wegen eines schlechten Gewissens ein oder zwei Mal total auszupowern. Und wenn Sie langfristig an Ihrer Ernährung und ihrem Gewicht arbeiten, können Sie sich ruhig auch ab und an eine Pizza und vieles mehr gönnen – solange Sie dabei das Maß nicht aus den Augen verlieren.

↑ Back to Top